Unsere regionalen Lieferanten
Uns ist Regionalität wichtig, denn die hat Vorteile für uns alle! Kurze Transportwege sind nachhaltiger und garantieren Frische und Qualität. Die ökologische Landwirtschaft in unserer Region wird gestärkt und das heißt: weniger synthetische Spritz- und Düngemittel in unserer direkten Umwelt. Außerdem wird die Vielfalt an regional erzeugten Bio-Produkten erhalten und lokales Wirtschaften gefördert. So kennen wir die Menschen, Ideen und Geschichten, die hinter unseren Produkten stehen und möchten sie Euch hier vorstellen.

Hübsch anzusehen sind die Reihen verschiedenfarbiger Salate, unterbrochen von bunten Blühstreifen, die auf dem Gärtnerhof von Egbert Hauptmann wachsen. In mehreren Foliengewächshäusern stehen akkurat hochgebundene Tomaten- und Gurkenpflanzen.
Viel Arbeit und Sorgfalt stecken in dem Gemüse, das der gelernte Gärtner auf 3,5 ha Land gemeinsam mit seiner Frau Petra und einer Angestellten anbaut.
Vor 15 Jahren übernahm Egbert den elterlichen Betrieb und stellte ihn auf ökologische Landwirtschaft um.
Seit 11 Jahren ist er Mitglied im Bioland-Verband, an dem er besonders die Vernetzung und den Austausch mit anderen Bioland-Landwirten schätzt. Der konventionelle Gemüseanbau, den er aus seiner Lehrzeit kennt, kam für ihn nie infrage, denn Bio ist ihm eine Herzensangelegenheit. Er verkauft seine Erzeugnisse an verschiedene Bioläden der Region und in Hamburg.

 

 

Hauptmanns Hof - Kiefen 3, 29496 Waddeweitz (Download als PDF)

Am Prisserschen Bach südlich des Rundlingsdorfes Thunpadel liegt eine alte Wassermühle.
Sie ist seit 1891 im Besitz der Familie Dreyer und wurde bis 1935 als Mühle betrieben.
Nach dem zweiten Weltkrieg wechselt die Familie zur Landwirtschaft im Nebenerwerb. Getreide, Kartoffeln und Gemüse werden konventionell angebaut und auf den Märkten der Region angeboten.
2009 übernimmt Christian Dreyer den Hof von seinem Vater und stellt 2016 auf ökologische Landwirtschaft nach den Richtlinien des Bioland-Verbands um. Eine Hühnerherde von 225 Tieren wird angeschafft, die nun mit ihrem modernen Hühnermobil auf den Wiesen des 20 ha großen Betriebes umherziehen.
Doch die Freilandhaltung birgt auch Gefahren. Zum Schutz vor Greifvögeln stellen die Dreyers ihren Hühnern deshalb die Alpakas Andy und Wynono an die Seite.
Bei den Hühnern handelt es sich um eine Kreuzung aus den Haushuhnrassen New Hampshire und White Rock, die mit dem Ziel gezüchtet wurde, eine Zweinutzungsrasse zu gewinnen. D.h. eine, deren Legehennen eine gute Eierleistung bringen und deren Hähne zur Mast geeignet sind und somit nicht gleich nach dem Schlüpfen getötet werden.
Das Futter der Hühner wird von dem schleswig-holsteinischen Bio-Futtermittelhersteller Gut Rosenkrantz bezogen. Die spezielle Mischung wird mit Oregano angereichert, was die Gesundheit der Tiere fördern soll.
Es ist diese Fürsorge und Mühe der Dreyers um ihre Tiere, die sich in der erstklassigen Qualität der Eier widerspiegelt.

 

 

Familie Dreyer - Mühle 9, 29481 Thunpadel (Karwitz) (Download als PDF)

Bäckerei ist ein Handwerk. Das ist Bäckermeister Sönke Hinz wichtig. Im Gegensatz zu den meisten Bäckereien, auch Bio-Betrieben, verzichtet er in seiner Backstube auf automatisierte Arbeitsgänge und weitgehend auf den Einsatz von Maschinen. Auch Fertigbackmischungen kommen für ihn nicht infrage. Alle Rezepte, die er im Laufe der Jahre entwickelt hat, sind nach den Richtlinien des Demeter-Verbandes zertifiziert. D.h. das Getreide, das er vor allem vom Bauckhof bezieht, und alle weiteren Rohstoffe stammen aus biologisch-dynamischem Anbau. Außer Acerolapulver, das die Teigeigenschaften von Kleinbackwaren verbessert, sind Sönkes Backwaren frei von Zusatzstoffen und Backhilfsmitteln. Schließlich waren es gerade die zunehmende Industrialisierung des Bäckerhandwerks und der damit einhergehende überbordende Einsatz von synthetischen Zusätzen, die ihn zu dem Schritt bewogen, Demeter-Bäcker zu werden. Die Standardisierung von Lebensmitteln, die Massenproduktion von immer gleich aussehenden und gleich schmeckenden Broten und Brötchen ist ihm ein Gräuel. In seiner Backstube entstehen aus naturbelassenen Zutaten und durch die wertsteigernde Verarbeitung durch Bäckerhand Brote und Backwaren mit Charakter, deren Lebendigkeit und Qualität man spürt und schmeckt.

Sönkes Hofbäckerei ist auf dem Hof Darzau in der Gemeinde Neu Darchau beheimatet. Auf dem Hof wird unter biologisch-dynamischen Anbaubedingungen Getreidezüchtungsforschung für den ökologischen Landbau betrieben (www.darzau.de). Gas und Strom, die in der Backstube gebraucht werden, bezieht Sönke Hinz von Greenpeace energy e.G.

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In der Backstube von Wolfgang Becker in Waddeweitz herrschen andalusische Temperaturen. Es duftet nach frisch gebackenem Brot und Holzfeuer. Dreimal in der Woche heizt der Bäckermeister seine zwei Holzöfen an, um gemeinsam mit seinem Sohn Cayetano zu backen. Die Hitze, die die Öfen abstrahlen, macht ihm nichts aus. Schließlich hat der gebürtige Hesse lange Jahre in Südspanien gelebt und am Holzofen gearbeitet, bevor er 2011 ins Wendland zog und sich mit einer kleinen Backstube selbständig machte.
Das Backen im Holzofen ist nicht nur arbeitsintensiv, es braucht auch viel Erfahrung und Feingefühl. Im Gegensatz zu modernen Öfen kann die Temperatur nicht vor-eingestellt oder nachgeregelt werden. Und der Garprozess des Teiges muss exakt mit dem Aufheizen synchronisiert werden, damit der Ofen genau dann die richtige Temperatur hat, wenn der Teig zum Backen bereit ist. Heraus kommen äußerst leckere Brote, die sich durch eine besonders knusprige Kruste und feine Röstnoten auszeichnen.
Immer freitags gibt es Pizza zum Mitnehmen! Zwischen 17:00 und 21:30 kann telefonisch unter der Nummer 0152 34394306 Pizza geordert und dann in Waddeweitz abgeholt werden. (Download)

Der Hof von Elke und Lüder Kneifel in Mützingen wird seit 2001 nach den Richtlinien des Bioland-Verbands bewirtschaftet. Neben Kartoffeln bauen die Kneifels hauptsächlich lagerfähiges Wintergemüse an: verschiedene Kohlsorten, Pastinaken, Möhren, Steckrüben, Porree, Chicorée etc. Außerdem halten sie Hühner und Schweine.

Den Betrieb, der inzwischen 13ha Land umfasst, hat Lüder von seinen Eltern als konventionelle Landwirtschaft übernommen. Elke und Lüder haben ihn auf Bio umgestellt. Sie ärgerte der unkritische Umgang mit synthetischen Spritz- und Düngemitteln und die Hörigkeit vieler Bauern gegenüber den Agrarchemiekonzernen. Sie wollten andere Wege gehen und unbelastete und vitale Nahrungsmittel erzeugen, die Mensch und Umwelt guttun. Den Mehraufwand, den die organisch-biologische Anbauweise z.B. in der Unkrautbeseitigung oder der Förderung der Bodenfruchtbarkeit mit sich bringt, nehmen sie in Kauf.
Dass umweltbewusstes Handeln auch politisches Engagement heißt, steht für die Kneifels außer Frage. Deshalb sind sie auch von Anfang an mit der Bäuerlichen Notgemeinschaft im Atomwiderstand aktiv. Wer sich selbst ein Bild machen oder den Hofverkauf nutzen möchte, ist jederzeit willkommen.

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msh diahren 1Im hübschen Rundlingsdorf Diahren liegt der Milchschafhof von Giselher Kühn. 1989 machte sich der aus dem Wendland stammende gelernte Landwirt selbständig und zog ein Jahr später mit einer Herde ostfriesischer Milchschafe in das Dorf. Seitdem bewirtschaftet er seinen Hof nach Bio-Richtlinien.


Die Herdengröße variiert um die 20 Tiere. In diesem Jahr sind es 22 Muttertiere und 36 Lämmer. Die im Februar geborenen Kleinen bleiben 8 Wochen bei ihren Müttern, dann werden sie getrennt und die Melksaison beginnt. Von April bis September wird zweimal täglich gemolken. Durchschnittlich 1,3 Liter pro Tier und Tag kommen dabei zusammen. In der hofeigenen Käseküche wird die Milch zu Frisch- und Weichkäse, Butter und dem Schafsmilchlikör „White Wendish“ verarbeitet. Ab November werden die Lämmer, die nicht als Nachzucht in die Muttertierherde übergehen, geschlachtet. Dann ist auch frisches Lammfleisch, Wurst im Glas und geräucherte Lammsalami im kleinen Hofladen in Diahren erhältlich. Außerdem gibt es Wolle und pflanzengegerbte Lammfelle. Wer Lust bekommen hat, sich Dorf und Hof näher anzusehen, dem ist die Teilnahme an einer Dorfführung im Rahmen der kulturellen Landpartie zu empfehlen.

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